Alle Reserven mobil machen
Das Schuljahresende steht vor der Tür. Wieder werden viele Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sein – und vielleicht nicht fündig werden. Nicht selten treffen viel zu viele Bewerbungen auf eine Stelle ein: Die Tischlerei Dirk Rothe im Wedding erhält zum Beispiel 50 Bewerbungen pro Ausbildungsplatz – und liegt damit auf der Skala sicher noch im unteren Bereich.
(Foto: Auszubildender der SPR Bau GmbH im Wedding)
Alle Reserven erschließen
Früher stellte der Bezirk Mitte in ganz Berlin die größte Zahl der Ausbildungsplätze. Auf ein Sechstel der Schulabgänger der Stadt wartete etwa ein Drittel aller Ausbildungsplätze Berlins. Das ist schon lange nicht mehr der Fall, und der Trend geht weiter nach unten. "Wir müssen jetzt alle Reserven erschließen und gemeinsam mit allen Akteuren Lösungen erarbeiten", sagt Bezirksbürgermeister Joachim Zeller bei der Vorstellung der Ausbildungsoffensive Wedding am 2. Juni.
(Foto: Auszubildender der SPR Bau GmbH im Wedding)
Alle Reserven erschließen
Früher stellte der Bezirk Mitte in ganz Berlin die größte Zahl der Ausbildungsplätze. Auf ein Sechstel der Schulabgänger der Stadt wartete etwa ein Drittel aller Ausbildungsplätze Berlins. Das ist schon lange nicht mehr der Fall, und der Trend geht weiter nach unten. "Wir müssen jetzt alle Reserven erschließen und gemeinsam mit allen Akteuren Lösungen erarbeiten", sagt Bezirksbürgermeister Joachim Zeller bei der Vorstellung der Ausbildungsoffensive Wedding am 2. Juni.
Lokales Netzwerk schaffen
Alle Akteure einzubeziehen, ist das Ziel dieser auf mehrere Jahre ausgelegten Offensive. "Wir wollen ein lokales Netzwerk schaffen", sagt Manfred Gutzmer, einer der Berater der STATTwerke Consult GmbH. Das Unternehmen wurde vom Träger der Quartiersmanagements Soldiner Straße und Pankstraße beauftragt, ein Entwicklungskonzept zur Schaffung von Ausbildungsplätzen in den Gebieten Wedding und Gesundbrunnen zu verwirklichen. Etwa 50 Betriebe sind dabei. Selbst kleine Betriebe, die aufgrund ihrer Größe kein eigenes Ausbildungsprogramm anbieten können, könne sich im Ausbildungsverbund mit anderen Firmen zusammenschließen.
(Foto: Vertreter des Bezirks, der Schulen, Betriebe und Kammern bei der Vorstellung der Ausbildungsoffensive)
Alle Akteure einzubeziehen, ist das Ziel dieser auf mehrere Jahre ausgelegten Offensive. "Wir wollen ein lokales Netzwerk schaffen", sagt Manfred Gutzmer, einer der Berater der STATTwerke Consult GmbH. Das Unternehmen wurde vom Träger der Quartiersmanagements Soldiner Straße und Pankstraße beauftragt, ein Entwicklungskonzept zur Schaffung von Ausbildungsplätzen in den Gebieten Wedding und Gesundbrunnen zu verwirklichen. Etwa 50 Betriebe sind dabei. Selbst kleine Betriebe, die aufgrund ihrer Größe kein eigenes Ausbildungsprogramm anbieten können, könne sich im Ausbildungsverbund mit anderen Firmen zusammenschließen.
(Foto: Vertreter des Bezirks, der Schulen, Betriebe und Kammern bei der Vorstellung der Ausbildungsoffensive)
Wenig Motivation
Alle Akteure – das heißt die Betriebe, die Schulen, die Kammern und natürlich die Jugendlichen selbst. Die Schnittstelle Schule – Betrieb scheint dabei besonders wichtig. Oft ist es für die Betriebe schwierig, geeignete Auszubildende zu finden. Viele bestehen den Eignungstest bei der Weddinger SPR Bau GmbH nicht: Sie beherrschen weder die Grundrechenarten noch können sie eine Fläche berechnen – eine Kernkompetenz, wenn man Stukkateur werden will. Grund dafür ist meist nicht die Qualität der Schulbildung, sondern die mangelnde Motivation der Schüler.
(Foto: Stukkateur in Ausbildung)
Sprachprobleme
"Viele türkische Eltern lassen ihre Kinder gar nicht ausbilden", sagt dazu Remzi Kaplan von Kaplan Dönerproduktion. "Sozialhilfe reicht ja." Neben mangelnder Motivation und wenig Unterstützung durch die Eltern, haben viele Migranten auch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Gerade in Wedding und Gesundbrunnen, wo der Anteil der Migranten an der Bevölkerung sehr hoch sei, müssten daher alle Partner zusammenarbeiten, um Chancengleichheit zu gewähren, sagt Werner Druskat, Quartiersmanager im Soldiner Quartier.
Reinschnuppern vom 8.-10. Juni
Heute werden Schüler oft erst in der 9. Klasse mit Berufswahl und Ausbildung konfrontiert. Das sei zu spät, sagte eine Vertreterin der Industrie- und Handelskammer. Wofür man die Kenntnisse eines Unterrichtsfachs braucht, merken viele Schüler erst, wenn ein Auszubildender in der Schule über seine Arbeit spricht. Auch durch Praktika und Betriebsbesichtigungen können Jugendliche an die berufliche Realität herangeführt werden. Ein Schritt der Ausbildungsoffensive ist daher der Ausbildungstag vom 8. bis 10. Juni. Ausbildende Betriebe öffnen dann den Jugendlichen ihre Türen zum Reinschnuppern.
Alle Akteure – das heißt die Betriebe, die Schulen, die Kammern und natürlich die Jugendlichen selbst. Die Schnittstelle Schule – Betrieb scheint dabei besonders wichtig. Oft ist es für die Betriebe schwierig, geeignete Auszubildende zu finden. Viele bestehen den Eignungstest bei der Weddinger SPR Bau GmbH nicht: Sie beherrschen weder die Grundrechenarten noch können sie eine Fläche berechnen – eine Kernkompetenz, wenn man Stukkateur werden will. Grund dafür ist meist nicht die Qualität der Schulbildung, sondern die mangelnde Motivation der Schüler.
(Foto: Stukkateur in Ausbildung)
Sprachprobleme
"Viele türkische Eltern lassen ihre Kinder gar nicht ausbilden", sagt dazu Remzi Kaplan von Kaplan Dönerproduktion. "Sozialhilfe reicht ja." Neben mangelnder Motivation und wenig Unterstützung durch die Eltern, haben viele Migranten auch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Gerade in Wedding und Gesundbrunnen, wo der Anteil der Migranten an der Bevölkerung sehr hoch sei, müssten daher alle Partner zusammenarbeiten, um Chancengleichheit zu gewähren, sagt Werner Druskat, Quartiersmanager im Soldiner Quartier.
Reinschnuppern vom 8.-10. Juni
Heute werden Schüler oft erst in der 9. Klasse mit Berufswahl und Ausbildung konfrontiert. Das sei zu spät, sagte eine Vertreterin der Industrie- und Handelskammer. Wofür man die Kenntnisse eines Unterrichtsfachs braucht, merken viele Schüler erst, wenn ein Auszubildender in der Schule über seine Arbeit spricht. Auch durch Praktika und Betriebsbesichtigungen können Jugendliche an die berufliche Realität herangeführt werden. Ein Schritt der Ausbildungsoffensive ist daher der Ausbildungstag vom 8. bis 10. Juni. Ausbildende Betriebe öffnen dann den Jugendlichen ihre Türen zum Reinschnuppern.








