Alles Schwarz, nur die Hände leuchten

Draußen scheint die Sonne, aber hier drin ist es zappenduster. Die dunklen Vorhänge sind zugezogen. Die Bühne ist mit schwarzen Tüchern umspannt. Ein grüner Neonball hüpft über die Platform. Aus dem rechten Vorhang kommen zwei blaue Neonhände hervor, sie versuchen den Ball zu greifen. Der Ball spricht. Die Hände auch. Sie schnappen den Ball und sagen: "Jetzt habe ich keinen Hunger mehr". Jetzt ist der Ball weg.
 
Man sieht nur, was leuchtet
Beim Schwarzlichtheater sieht der Zuschauer nur die leuchtenden Gegenstände oder Kleidungsstücke, die Neonlicht reflektieren. Ansonsten tragen die Schauspieler schwarz und bleiben unsichtbar. Die Kinder der Klasse 2c der Carl-Kraemer-Grundschule lernen diese Theatertechnik mit ihrer Lehrerin Christine Faenger und der Künstlerin Marion Lemker während des Kunstprojekts Die Soldiner ist die Soldiner ist die Soldiner. In den Szenen erzählen sie Geschichten aus dem Kiez.
 
Hands Up!
Schon bei der Generalprobe waren die zuschauenden Kinder hellauf begeistert. Am besten kamen die tanzenden Hände an. Zum Hit "Hands Up" flatterten die blauen Neonhände nach oben, tasteten sich durch die Luft und tanzten in großen Bögen. Die Vorführung ist am 15. Juni 15 Uhr in der Aula der Carl-Kraemer-Schule.

ka, Foto: Anke Fischer