Alte Heimat
Nur die ersten sechs Jahre ihres Lebens hat Karla Österreich in Soldin verbracht. Danach musste sie ihre Heimat verlassen - genau wie weitere 6,9 Millionen Menschen, die nach Ende des zweiten Weltkriegs aus ehemals deutschen Gebieten in Polen vertrieben wurden. Trotzdem bedeutet der heute 66jährigen die Stadt Soldin noch viel. "Weil es meine Heimat ist", sagt sie. "Als wir mit dem Bus in den Ort hineingefahren sind, habe ich sofort alles wiedererkannt." (Foto: Projektmanager Andreas Schoan vom Soldiner Kiez Verein hat am 14.2. Karla Österreich und andere Senioren in den Soldiner Kiez eingeladen)
Kontakte nach Polen
Heute heißt Soldin Mysliborz, und der Ausflug mit dem Bus, von dem Karla Österreich spricht, wurde im Oktober 2004 vom Soldiner Kiez Verein organisiert. Der Verein hat seither die Kontakte zur ehemals deutschen Stadt, nach der unser Kiez benannt ist, verstärkt. Partner ist der polnische Heimatverein Myliborz.
Kontakte nach Polen
Heute heißt Soldin Mysliborz, und der Ausflug mit dem Bus, von dem Karla Österreich spricht, wurde im Oktober 2004 vom Soldiner Kiez Verein organisiert. Der Verein hat seither die Kontakte zur ehemals deutschen Stadt, nach der unser Kiez benannt ist, verstärkt. Partner ist der polnische Heimatverein Myliborz.
Treffen am Valentinstag
Am Valentinstag sitzt Karla Österreich mit anderen Senioren und Seniorinnen der Gruppe "Heimatkreis Soldin/Neumark" des Vertriebenenverbandes "Landsmannschaft Berlin-Brandenburg" in den Räumen des Soldiner Kiez Vereins. An den Wänden hängt eine Karte von der Neumark, Fotos illustrieren den Ausflug nach Mysliborz 2004. Mit dabei sind auch Bewohner aus der Soldiner Straße im Berliner Stadtteil Lichtenrade. Andreas Schoan, Manager für das Projekt im Soldiner Kiez Verein, gibt einen Rückblick auf die Entwicklung der Partnerschaft mit dem Heimatverein Mysliborz. (Foto: Quartiersmanager Reinhard Fischer findet die Initiative des Soldiner Kiez Vereins vor allem für Jugendliche im Kiez spannend.)
Zeitdokumente für's Museum
Am 3. September 2005 hatten beide Vereine in der Kuppel des Reichstags einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Die Urkunden hängen auch in den Räumen des Vereins. Darin steht, dass beide Parteien die gemeinsame Geschichte weiter erforschen und Austauschprojekte starten wollen. Die 81jährige Gertrud Wegener, eine ehemalige Soldinerin, hat bereits Bilder und Plakate aus alten Zeiten in das Vereinsbüro gebracht. Die Kopien hängen noch dort; die Originale sind längst im Regionalmuseum Mysliborz.
Am Valentinstag sitzt Karla Österreich mit anderen Senioren und Seniorinnen der Gruppe "Heimatkreis Soldin/Neumark" des Vertriebenenverbandes "Landsmannschaft Berlin-Brandenburg" in den Räumen des Soldiner Kiez Vereins. An den Wänden hängt eine Karte von der Neumark, Fotos illustrieren den Ausflug nach Mysliborz 2004. Mit dabei sind auch Bewohner aus der Soldiner Straße im Berliner Stadtteil Lichtenrade. Andreas Schoan, Manager für das Projekt im Soldiner Kiez Verein, gibt einen Rückblick auf die Entwicklung der Partnerschaft mit dem Heimatverein Mysliborz. (Foto: Quartiersmanager Reinhard Fischer findet die Initiative des Soldiner Kiez Vereins vor allem für Jugendliche im Kiez spannend.)
Zeitdokumente für's Museum
Am 3. September 2005 hatten beide Vereine in der Kuppel des Reichstags einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Die Urkunden hängen auch in den Räumen des Vereins. Darin steht, dass beide Parteien die gemeinsame Geschichte weiter erforschen und Austauschprojekte starten wollen. Die 81jährige Gertrud Wegener, eine ehemalige Soldinerin, hat bereits Bilder und Plakate aus alten Zeiten in das Vereinsbüro gebracht. Die Kopien hängen noch dort; die Originale sind längst im Regionalmuseum Mysliborz.
Austausch zwischen Jugendlichen
Doch nicht nur die Geschichte interessiert Projektleiter Andreas Schoan. "Wir orientieren uns mehr auf die Zukunft als die Vergangenheit", sagt er. "Europa gemeinsam gestalten" heißt das Projekt deshalb auch, und es soll besonders diejenigen erreichen, die die Zukunft sind: die Jugendlichen. Mysliborz liegt am Soldiner See. Die Kanuten dort planen bereits ein Austauschprogramm mit Jugendlichen aus dem Kiez. (Foto: Gertrud Wegener ist nicht mehr ganz so jung - aber sie hat Verehrer. Die 81jährige mit ihrem Valentinsgeschenk beim Soldiner Kiez Verein)
Spenden für Buddy-Bären gesucht
"Zukunft ausstrahlen", so Schoan, soll hoffentlich auch bald ein bunter Buddy Bär vor dem Rathaus in Mysliborz. Im Moment stehen dort Gedenksteine, die an Krieg und Vertreibung erinnern. "Wir wollen den Bären aufstellen, um nicht nur an Trauriges zu erinnern, sondern um in die Zukunft zu blicken", sagt Schoan. Den Bären soll eine Künstlerin der Kolonie Wedding im Kiez gestalten. 1.500 Euro braucht der Verein, um seinen Buddy nach Mysliborz zu bringen. Spenden werden dafür noch gesucht.
Wer mehr über Mysliborz wissen und sich über Spendenmöglichkeiten informieren möchte, melde sich beim Soldiner Kiez Verein, Tel. 49 45 736 oder komme zur Mitgliederversammlung, jeweils am dritten Mittwoch des Monats in der Soldiner Str. 43.
Letzte Meldung
Die nächste Reisemöglichkeit um das alte Soldin kennen zu lernen bietet der Verein Soldiner Kiez e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule Dahme-Spreewald am 06.06.2006 an.
Der Treffpunkt ist um 8.00Uhr auf dem Vorplatz des Berliner Ostbahnhofs.
Teilnahmegebühr 2,50Euro zuzügl. Fahrtkosten/Mittagessen
Anmeldeschluss ist der 19.04.2006 Anmeldevordrucke sind im Vereinsbüro, im Quartiersmanagement vorhanden, oder können über die Rufnummer (03375) 26 25 18 bei der VHS Dame Sporeewald angefordert werden.
Doch nicht nur die Geschichte interessiert Projektleiter Andreas Schoan. "Wir orientieren uns mehr auf die Zukunft als die Vergangenheit", sagt er. "Europa gemeinsam gestalten" heißt das Projekt deshalb auch, und es soll besonders diejenigen erreichen, die die Zukunft sind: die Jugendlichen. Mysliborz liegt am Soldiner See. Die Kanuten dort planen bereits ein Austauschprogramm mit Jugendlichen aus dem Kiez. (Foto: Gertrud Wegener ist nicht mehr ganz so jung - aber sie hat Verehrer. Die 81jährige mit ihrem Valentinsgeschenk beim Soldiner Kiez Verein)
Spenden für Buddy-Bären gesucht
"Zukunft ausstrahlen", so Schoan, soll hoffentlich auch bald ein bunter Buddy Bär vor dem Rathaus in Mysliborz. Im Moment stehen dort Gedenksteine, die an Krieg und Vertreibung erinnern. "Wir wollen den Bären aufstellen, um nicht nur an Trauriges zu erinnern, sondern um in die Zukunft zu blicken", sagt Schoan. Den Bären soll eine Künstlerin der Kolonie Wedding im Kiez gestalten. 1.500 Euro braucht der Verein, um seinen Buddy nach Mysliborz zu bringen. Spenden werden dafür noch gesucht.
Wer mehr über Mysliborz wissen und sich über Spendenmöglichkeiten informieren möchte, melde sich beim Soldiner Kiez Verein, Tel. 49 45 736 oder komme zur Mitgliederversammlung, jeweils am dritten Mittwoch des Monats in der Soldiner Str. 43.
Letzte Meldung
Die nächste Reisemöglichkeit um das alte Soldin kennen zu lernen bietet der Verein Soldiner Kiez e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule Dahme-Spreewald am 06.06.2006 an.
Der Treffpunkt ist um 8.00Uhr auf dem Vorplatz des Berliner Ostbahnhofs.
Teilnahmegebühr 2,50Euro zuzügl. Fahrtkosten/Mittagessen
Anmeldeschluss ist der 19.04.2006 Anmeldevordrucke sind im Vereinsbüro, im Quartiersmanagement vorhanden, oder können über die Rufnummer (03375) 26 25 18 bei der VHS Dame Sporeewald angefordert werden.








