Angst essen Seele auf - Glück ist nicht immer lustig

Dem "Ensemble öffentliche Leben" dient die Handlung des Fassbinder-Films "Angst essen Seele auf" als Vorlage für das im April zur Uraufführung im Glaskasten geplante Theaterstück mit dem Arbeitstitel: "Glück ist nicht immer  lustig". Aus den Ergebnissen der Interviewserie mit Zeitzeugen und Migranten aus dem Soldiner Kiez, werden dem Film inhaltlich ähnliche Geschichten ausgewählt und in die dramaturgische Sprache des Theaters übersetzt. (Hintergrundbericht) Unter der Regie von Arno Kleinofen entstehen aus Teilstücken der zeitnahen und zeitfernen Geschichte, von hier im Kiez lebenden Menschen, die neu zusammengefügten Szenen des Theaterstücks "Glück ist nicht immer lustig".
Der im Jahr 1973 in München gedrehte Film von Rainer Werner Fassbinder erfährt damit drei markante Wandlungen: Die theatrale Übersetzung, den räumlichen Versatz und ein inhaltlich zeitlichen Transfer in die Jetztzeit.
Foto: Produktionsleiter und Regisseur Arno Kleinofen

 

"Angst essen Seele auf" - die Handlung
Ein "Film über die Liebe, die eigentlich unmöglich ist, aber eben doch eine Möglichkeit", nannte Rainer Werner Fassbinder seinen Film "ANGST ESSEN SEELE AUF". Erzählt wird die Geschichte der 60-jährigen Witwe Emi, die den deutlich jüngeren Marokkaner Ali kennenlernt. Beide verlieben sich und werden mit den teils boshaften Reaktionen der Nachbarn und Freunde konfrontiert. Die Liebe der beiden gesellschaftlichen Außenseiter erfährt durch den Druck von außen eine besondere Innigkeit und Tiefe, die sich in dem Augenblick ins Gegenteil verkehrt, als ihnen nach einer gemeinsamen Reise überraschend Freundlichkeit entgegenschlägt. Die aber entspringt kaltem Kalkül. Die Beziehung gerät in eine Krise. Ali geht fremd und bricht unter dem zunehmenden Anpassungsdruck körperlich völlig erschöpft zusammen. Emi wird ihn pflegen...
Emi und Ali, Szenenfoto aus dem Fassbinder Film)
 

ANGST ESSEN SEELE AUF (1973, 93min)
Film von Rainer Werner Fassbinder
 
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Matthias von Hoff