Babylon – Berlin ? Nicht deutsche Muttersprachen im Alltag
Ausschließlich auf Deutsch, teilweise kontrovers aber sehr diszipliniert wurde am 5. April in der Aula der Wilhelm-Busch-Schule diskutiert. Annett Steinke, die stellvertretende Schulleiterin stellt die Wilhelm Busch-Schule, ein Förderzentrum für Lernbehinderte vor. (Foto: Blick aufs Podium)
Die Mehrheit der Schüler hat nicht Deutsch als Muttersprache. Die Schulordnung regelt nicht, welche Sprache außerhalb des Unterrichts zu sprechen sei aber Deutsch ist die einzige gemeinsame Sprache aller an der Schule.
Günter Piening, seit drei Jahren Beauftragter des Senats für Integration und Migration sieht in der Zweisprachigkeit der Migranten eine Ressource. Die Schulverwaltung nutzt die nicht-deutschen Muttersprachen insbesondere um die Eltern anzusprechen.
Die Mehrheit der Schüler hat nicht Deutsch als Muttersprache. Die Schulordnung regelt nicht, welche Sprache außerhalb des Unterrichts zu sprechen sei aber Deutsch ist die einzige gemeinsame Sprache aller an der Schule.
Günter Piening, seit drei Jahren Beauftragter des Senats für Integration und Migration sieht in der Zweisprachigkeit der Migranten eine Ressource. Die Schulverwaltung nutzt die nicht-deutschen Muttersprachen insbesondere um die Eltern anzusprechen.
Zum Thema Bildung...
Ghada Kayed, ehrenamtlich im Interkulturellen Zentrum für Dialog und Bildung aktiv, schilderte in ihrem Beitrag die Gründe warum den Eltern arabischer Herkunft Arabischunterricht für ihre Kinder wichtig ist. Bis zu 500 Kinder werden im Zentrum unterrichtet und daneben gibt es mindestens sechs weitere Vereine die Arabischunterricht im Wedding anbieten. Die Vereine türkischer Migranten bieten keinen Türkischunterricht an. Hier verlässt man sich auf den muttersprachlichen Unterricht, den das türkische Konsulat an einigen Grundschulen anbietet. (Foto: Unter den Besuchern waren auch Schülerinnen und Schüler)
... und den Medien
Mikhail Vorobiev berichtete von der russischen Medienlandschaft Berlins. Die meisten Leser russischer Zeitungen informieren sich daneben auch in deutsch-sprachigen Medien. Günter Piening verwies auf den Trend zur Zweisprachigkeit auch bei den türkischen Medien. Wenn die Zielgruppe mitten in der Unterhaltung von einer in die andere Sprache wechselt tuen dies auch TD 1, der türkische TV-sender aus der Pankstraße und der Radiosender Metropol FM.
Ghada Kayed, ehrenamtlich im Interkulturellen Zentrum für Dialog und Bildung aktiv, schilderte in ihrem Beitrag die Gründe warum den Eltern arabischer Herkunft Arabischunterricht für ihre Kinder wichtig ist. Bis zu 500 Kinder werden im Zentrum unterrichtet und daneben gibt es mindestens sechs weitere Vereine die Arabischunterricht im Wedding anbieten. Die Vereine türkischer Migranten bieten keinen Türkischunterricht an. Hier verlässt man sich auf den muttersprachlichen Unterricht, den das türkische Konsulat an einigen Grundschulen anbietet. (Foto: Unter den Besuchern waren auch Schülerinnen und Schüler)
... und den Medien
Mikhail Vorobiev berichtete von der russischen Medienlandschaft Berlins. Die meisten Leser russischer Zeitungen informieren sich daneben auch in deutsch-sprachigen Medien. Günter Piening verwies auf den Trend zur Zweisprachigkeit auch bei den türkischen Medien. Wenn die Zielgruppe mitten in der Unterhaltung von einer in die andere Sprache wechselt tuen dies auch TD 1, der türkische TV-sender aus der Pankstraße und der Radiosender Metropol FM.
Wirtschaftsfragen
Mehmet Özkan betont, dass das von ihm geleitete Unternehmen, die Kaplan-Chickendöner Produktions GmbH ein deutsches Unternehmen ist. Trotzdem sind Türkischkenntnisse in der Dönerbranche wichtig, da ca. 60 % der Kunden türkischer Herkunft seien und lieber auf Türkisch bestellen und kommunizieren. In den letzten Jahren sind auch Englischkenntnisse wichtiger geworden, da mehr und mehr Bestellungen aus dem Ausland kommen.
Mehmet Özkan betont, dass das von ihm geleitete Unternehmen, die Kaplan-Chickendöner Produktions GmbH ein deutsches Unternehmen ist. Trotzdem sind Türkischkenntnisse in der Dönerbranche wichtig, da ca. 60 % der Kunden türkischer Herkunft seien und lieber auf Türkisch bestellen und kommunizieren. In den letzten Jahren sind auch Englischkenntnisse wichtiger geworden, da mehr und mehr Bestellungen aus dem Ausland kommen.
Das Publikum bewegt die Situation in den Schulen
Die Beiträge und Fragen aus dem Publik umkreisten vor allem um die Situation an den Schulen. Günter Piening machte Mut lokale Ideen zu entwickeln. In einem Neuköllner Quartiersmanagementgebiet wurde eine Grundschule mit vielen Kindern arabischer Herkunft zur deutsch-französischen Europaschule. Positive Beispiele und erfolgreiche Ansätze haben die Erziehungswissenschaftlerin Havva Engin und der kürzlich verstorbene Sprachwissenschaftler Sven Walter in einer gerade veröffentlichten Broschüre beschrieben.
Leckeres von der Schülerfirma
Im Anschluss an die Diskussion stand der Imbiss der Schülerfirma der Wilhelm-Busch Schule im Mittelpunkt. Beim Essen wurde die Diskussion und der Austausch in kleinen Gruppen fortgesetzt.
Die Broschüre der Berliner Senatsverwaltung aus der Reihe
Berliner Beiträge zur Integration und Migration
"Leuchttürme der Pädagogik": Porträts erfolgreicher interkultureller Bildungsarbeit an Berliner Kindertagesstätten und Schulen in benachteiligten Quartieren von Havva Engin und Sven Walter
kann von interessierten pädagogischen Einrichtungen im Quartier auch direkt über das QM bezogen werden.
Die Beiträge und Fragen aus dem Publik umkreisten vor allem um die Situation an den Schulen. Günter Piening machte Mut lokale Ideen zu entwickeln. In einem Neuköllner Quartiersmanagementgebiet wurde eine Grundschule mit vielen Kindern arabischer Herkunft zur deutsch-französischen Europaschule. Positive Beispiele und erfolgreiche Ansätze haben die Erziehungswissenschaftlerin Havva Engin und der kürzlich verstorbene Sprachwissenschaftler Sven Walter in einer gerade veröffentlichten Broschüre beschrieben.
Leckeres von der Schülerfirma
Im Anschluss an die Diskussion stand der Imbiss der Schülerfirma der Wilhelm-Busch Schule im Mittelpunkt. Beim Essen wurde die Diskussion und der Austausch in kleinen Gruppen fortgesetzt.
Die Broschüre der Berliner Senatsverwaltung aus der Reihe
Berliner Beiträge zur Integration und Migration
"Leuchttürme der Pädagogik": Porträts erfolgreicher interkultureller Bildungsarbeit an Berliner Kindertagesstätten und Schulen in benachteiligten Quartieren von Havva Engin und Sven Walter
kann von interessierten pädagogischen Einrichtungen im Quartier auch direkt über das QM bezogen werden.








