Bericht: "Unser Bezirk ist lebenswert"
Ein sonniger Nachmittag: Etwa 30 Interessierte finden sich auf der Grüntaler Straße/Ecke Olsoer Straße ein. Das Grüppchen wartet auf Dorothee Dubrau, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung im Bezirk Mitte und damit im Soldiner Kiez. Das Quartiersmanagement wird durch den Kiez führen, Projekte vor- und zur Diskussion stellen.
Auf dem Grünstreifen
15:45 Uhr: Es kann losgehen. Alle stehen auf dem sanierten Grünstreifen der Grüntaler Straße. Lukas Born vom Quartiersmanagement erzählt, welche Arbeiten geleistet worden sind und zeigt die Stellen, an denen noch Bauprojekte laufen, zum Beispiel die Querungshilfe auf der Mitte des Grünstreifens und die Straßenverengung an der Ecke zur Soldiner Straße. (Mehr über die Bauprojekte hier) Kinder auf Fahrrädern und in Rollschuhen wuseln durch die Gruppe. Vorbei am in leuchtenden Farben besprühten Graffiti-Haus geht es weiter in die Soldiner Straße.
Auf dem Grünstreifen
15:45 Uhr: Es kann losgehen. Alle stehen auf dem sanierten Grünstreifen der Grüntaler Straße. Lukas Born vom Quartiersmanagement erzählt, welche Arbeiten geleistet worden sind und zeigt die Stellen, an denen noch Bauprojekte laufen, zum Beispiel die Querungshilfe auf der Mitte des Grünstreifens und die Straßenverengung an der Ecke zur Soldiner Straße. (Mehr über die Bauprojekte hier) Kinder auf Fahrrädern und in Rollschuhen wuseln durch die Gruppe. Vorbei am in leuchtenden Farben besprühten Graffiti-Haus geht es weiter in die Soldiner Straße.
"Vandalismus muss weg"
Soldiner Straße/Wriezener Straße: Maija Nicolaus wohnt seit 1976 im Soldiner Kiez. Sie ist Mitglied in der Hauseigentümergemeinschaft in der Wriezener Straße 34. "Der Vandalismus muss weg", sagt sie. Gerade war das Haus saniert und frisch gestrichen und schon wurde die Tür mit Steinen beworfen und die Wand mit Graffiti besprüht. Schade ist es, denn sonst gefällt es Maija Nicolaus gut in ihrem Haus. "Es ist schön, und ich komme gut klar mit den Anwohnern."
Soldiner Straße/Wriezener Straße: Maija Nicolaus wohnt seit 1976 im Soldiner Kiez. Sie ist Mitglied in der Hauseigentümergemeinschaft in der Wriezener Straße 34. "Der Vandalismus muss weg", sagt sie. Gerade war das Haus saniert und frisch gestrichen und schon wurde die Tür mit Steinen beworfen und die Wand mit Graffiti besprüht. Schade ist es, denn sonst gefällt es Maija Nicolaus gut in ihrem Haus. "Es ist schön, und ich komme gut klar mit den Anwohnern."
Kein Geld für Sanierung
Martin Beck von der Fabrik Osloer Straße stellt das Projekt vor. Er erzählt, wie aus der Lagerhalle der ehemaligen Streichholzfabrik das Schlafzimmer der Elefanten des Tempodrom wurde, wie das Gebäude erst besetzt und später in ein Haus vieler Projekte umgewandelt wurde: das Kindermuseum Labyrinth ist eines der bekanntesten davon. Viele Verbesserungen wurden mit Unterstützung des Quartiersmanagement erreicht, u.a. die Hofgestaltung und Beleuchtung. Ein Dorn im Auge sind die fünf angrenzenden Häuser in stark verfallenem Zustand. Was soll da passieren? 3,5 Mio Euro stehen für die Stadtentwicklung im gesamten Bezirk Mitte zur Verfügung, erklärt Dorothee Dubrau. Das ist weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Martin Beck von der Fabrik Osloer Straße stellt das Projekt vor. Er erzählt, wie aus der Lagerhalle der ehemaligen Streichholzfabrik das Schlafzimmer der Elefanten des Tempodrom wurde, wie das Gebäude erst besetzt und später in ein Haus vieler Projekte umgewandelt wurde: das Kindermuseum Labyrinth ist eines der bekanntesten davon. Viele Verbesserungen wurden mit Unterstützung des Quartiersmanagement erreicht, u.a. die Hofgestaltung und Beleuchtung. Ein Dorn im Auge sind die fünf angrenzenden Häuser in stark verfallenem Zustand. Was soll da passieren? 3,5 Mio Euro stehen für die Stadtentwicklung im gesamten Bezirk Mitte zur Verfügung, erklärt Dorothee Dubrau. Das ist weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Nachbarschaftshaus Prinzenallee 58
Petra Kindermann stellt die "Begegnungsstätte für nachbarschaftliche Kontakte" vor. Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Migranten und Behinderten. Später wird Hildrun Knut, Behindertenbeauftragte des Bezirksamtes Mitte, sagen, wie positiv ihr die Behindertenarbeit im Soldiner Kiez aufgefallen ist. "Es scheint hier selbstverständlich, es wird kein großes Aufheben darum gemacht, die Einrichtungen sind barrierefrei und einfach für alle da, ob behindert oder nicht." Der Soldiner Kiez müsste dafür noch viel bekannter werden.
Petra Kindermann stellt die "Begegnungsstätte für nachbarschaftliche Kontakte" vor. Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Migranten und Behinderten. Später wird Hildrun Knut, Behindertenbeauftragte des Bezirksamtes Mitte, sagen, wie positiv ihr die Behindertenarbeit im Soldiner Kiez aufgefallen ist. "Es scheint hier selbstverständlich, es wird kein großes Aufheben darum gemacht, die Einrichtungen sind barrierefrei und einfach für alle da, ob behindert oder nicht." Der Soldiner Kiez müsste dafür noch viel bekannter werden.
Spielen auf der Straße
An der Wilhelm-Busch-Schule und der Wilhelm-Hauff-Grundschule vorbei laufen alle zum Quartierladen auf der Koloniestraße. Noch ist die Fassade der Brandmauer an der Ecke Prinzenallee/Gotenburger Straße leer. Hier wollen Künstler der Kolonie Wedding (Was ist die Kolonie Wedding? Infos hier) die Hauswand bemalen. Lukas Born erzählt, welche Bauarbeiten in der Koloniestraße passieren und was daraus entstehen soll. (Die Koloniestraße eine Spielstraße? Mehr dazu hier)
An der Wilhelm-Busch-Schule und der Wilhelm-Hauff-Grundschule vorbei laufen alle zum Quartierladen auf der Koloniestraße. Noch ist die Fassade der Brandmauer an der Ecke Prinzenallee/Gotenburger Straße leer. Hier wollen Künstler der Kolonie Wedding (Was ist die Kolonie Wedding? Infos hier) die Hauswand bemalen. Lukas Born erzählt, welche Bauarbeiten in der Koloniestraße passieren und was daraus entstehen soll. (Die Koloniestraße eine Spielstraße? Mehr dazu hier)
Image muss besser werden
Im Soldiner Kiez habe das Quartiersmanagement mit relativ wenig Geld viel erreicht, sagt die Bezirksstadträtin (im Foto ganz links) zum Abschluss. Indem die Bewohner an der Veränderung des Kiezes beteiligt worden sind, haben sich viele kleine Initiativen gebildet. Die Herausforderung, die bleibt:hohe Arbeitslosigkeit, Sprach- und Bildungsprobleme, und immer wieder das schlechte Image. – Und das, obwohl die Gebäudesubstanz und die Freiflächen vergleichbar sind mit den anderen Stadtteilen im Bezirk.
Im Soldiner Kiez habe das Quartiersmanagement mit relativ wenig Geld viel erreicht, sagt die Bezirksstadträtin (im Foto ganz links) zum Abschluss. Indem die Bewohner an der Veränderung des Kiezes beteiligt worden sind, haben sich viele kleine Initiativen gebildet. Die Herausforderung, die bleibt:hohe Arbeitslosigkeit, Sprach- und Bildungsprobleme, und immer wieder das schlechte Image. – Und das, obwohl die Gebäudesubstanz und die Freiflächen vergleichbar sind mit den anderen Stadtteilen im Bezirk.











