Die Kolonie Wedding am 27. Oktober

Nun endlich! Nach der Eröffnung des "fliegenden Ateliers Babelle" beim vorigen Kolonie-Event, füllt sich das Haus in der Koloniestraße 131langsam. Die Ausstellung "Eingang" im Hinterhaus geht bereits in die zweite Runde, im Vorderhaus hingegen wird eine Neueröffnung gefeiert. Norbert Nehring, von der im Bezirk Mitte etablierten "Galerie Nehring und Stern", stellt die römische Künstlerin Valeria Cademartori (Foto l.) vor. Ihr künstlerischer Schwerpunkt lag bisher bei der Fertigung von Menschen-Porträts in Öl auf Leinwand (Foto unten rechts). Vor einiger Zeit wurde sie dann vom bedrückenden Ausdruck sterbender Industrielandschaften in Neapel angezogen, produzierte darüber sehr realistische Darstellungen, ebenfalls in Öl, und setzte diese Linie in Berlin weiter fort.
Es lohnt sich am Treffpunkt dieser "tour de galerie" die Grafiken von Anka  Danailovska zu sehen. Jovan Balov, der Betreiber des Prima Center Berlin, wird seinem Schützling bei Fragen übersetzend zur Seite stehen und ihnen dann die Richtung schräg über die Straße weisen - zum Projektraum M&N von Michaela Kochsmeier und Barbara Klinker. Hier wird es eine Performance geben. Künstlerisch hinterfragen werden die beiden Live-Performer Sylvain Brugier und Florian Bilbao die Form der Herstellung klarer Medienbilder, bis hin zum inszenierten Massenmedienspektakel moderner Gesellschaften. Leider zeitgleich und damit zur Entscheidung zwingend, beginnt um 20 Uhr in der NachbarschaftsEtage die Szenische Lesung:

"Die  Gesichter des Krieges"
Jetzt präsentiert sie diese Werke bei der Eröffnungsvernissage des experimentellen Ablegers der Galerie Nehring und Stern, bei der auch der Kolonie Künstler Armin Kauker unter Vertrag steht. Er wird am Freitag "Imaginative maritime Landschaften" von Zoltan Gal in seinen Räumlichkeiten in der Osloer Straße 99 (3. Hinterhof) präsentieren. Das Auffinden der einzelnen Veranstaltungsräume können sich Besucher leicht machen, denn um 19 Uhr startet im Prima Center Berlin in der Biesentaler Straße 24 ein geführter Rundgang.

Das Stück basiert auf Biografien von Zwangsarbeitern, Zivilisten und Kindern aus der Sowjetunion. Gespielt wird  in der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die musikalische Spannung bezieht das  Stück aus russischen Gesängen und Klanginstallationen.
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Wer die russische Seele liebt, der wird einen Besuch zu Marina Gertsovskaja und Michal Molochnikow in die Freeienwalder Straße 30 unternehmen. In ihrer Galerie Gad wird der russische Künstler Viktog Lukin grafische Installationen präsentieren. "Den Text - die Darstellung - den Kode", lautet der Titel der Vernissage und verrät damit die Nähe zum grafischen Schwerpunkt der Ausstellung.
Räumlich dem Gad entgegengesetzt bildet das "space untitled" in der Drontheimer Straße 3 die andere Grenze der Kolonie Wedding. Dort zeigt Birgit Haase Video-Installationen zur Ausstellungsreihe "Dimensionen der Stadt".
 
</TD></TR></TABLE>Das Programm und mehr Informationen finden Sie unter
www.koloniewedding.de
Matthias von Hoff