Die Liste der ideologischen Verwirrungen zum Thema Sprache
Sprachen lernen: in letzter Zeit ist das ein beliebtes ideologische Thema: "Wer deutsch spricht, integriert sich und ist ein guter Ausländer, wer seine eigene Sprache spricht, könnte gut auch eine islamistische Grundhaltung haben. Die Eltern, die ihre Kinder nicht deutsch fördern, sind verantwortungslos und kooperieren nicht mit der Schule. Die Eltern, die ihre Kinder zum Förderunterricht statt in die Koranschule schicken, verraten ihre Kultur –. " die Liste der ideologischen Verwirrungen zum Thema Sprache ließe sich problemlos fortsetzen. Ich aber empfehle, nein ich bitte inständig darum: lassen wir ideologische Diskussionen um dieses Thema. Beschränken wir uns auf das, was uns voran bringt:
Bitte sprecht !
1. Sprache ist eine wesentliche Ausdrucksform des Menschen. Bitte sprecht! Eltern mit Kindern, Schüler mit Lehrern, Kinder, Jugendliche, Erwachsene miteinander und untereinander. Egal, in welcher Sprache! Wählt die, in der ihr euch ausdrücken könnt. Aber sprecht, und lasst nicht Fernseher, Gameboys, Radios auf euch einreden. Beschränkt euch nicht auf Äußerungen im SMS-Format. Redet über euch, über das, was euch bewegt.
2. Meine Sprache zu sprechen heißt in meiner Kultur leben, und da das für die vielen Menschen mit Migrationshintergrund mindestens zwei Kulturen sind, müssen es auch mindestens zwei Sprachen sein.
3.Sprache und Kultur braucht Dolmetscher. Das sind die Jugendlichen voller Sehnsucht auf das Leben. Nehmen wir sie in die Pflicht, geben wir ihnen Verantwortung und Anerkennung für ihre Leistungen, die sie vollbringen könnten als Kulturmittler, Vorbild, Wegweiser.
Jeanne Grabner, Deutschlehrerin und Stadtteilmanagerin im Brunnenviertel
Bitte sprecht !
1. Sprache ist eine wesentliche Ausdrucksform des Menschen. Bitte sprecht! Eltern mit Kindern, Schüler mit Lehrern, Kinder, Jugendliche, Erwachsene miteinander und untereinander. Egal, in welcher Sprache! Wählt die, in der ihr euch ausdrücken könnt. Aber sprecht, und lasst nicht Fernseher, Gameboys, Radios auf euch einreden. Beschränkt euch nicht auf Äußerungen im SMS-Format. Redet über euch, über das, was euch bewegt.
2. Meine Sprache zu sprechen heißt in meiner Kultur leben, und da das für die vielen Menschen mit Migrationshintergrund mindestens zwei Kulturen sind, müssen es auch mindestens zwei Sprachen sein.
3.Sprache und Kultur braucht Dolmetscher. Das sind die Jugendlichen voller Sehnsucht auf das Leben. Nehmen wir sie in die Pflicht, geben wir ihnen Verantwortung und Anerkennung für ihre Leistungen, die sie vollbringen könnten als Kulturmittler, Vorbild, Wegweiser.
Jeanne Grabner, Deutschlehrerin und Stadtteilmanagerin im Brunnenviertel






