Ein Mann wirbelt durch die Luft

Hauptunfallursache: mangelnder Sicherheitsabstand!
"Wenn man die ersten fünf Jahre als Motorrradfahrer unbeschadet überstanden hat, sollte man es gechaftt haben." sagt Michael Kunath, leidenschaftlicher Motorradfan. Nicht genügend Erfahrung oder Glück hatten 16 "Biker" im Jahr 2005 in Berlin. Sie starben an den Folgen eines Unfalls. 2004 gab es 10 Tote. "Wir wissen nicht warum die Zahlen steigen". antwortet Michael Merkle, der Pressesprecher der Polizei. An erster Stelle der Unfallursachen steht - laut Plozeistatistik - mangelnder Sicherheitsabstand, gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit. Der Motorradfahrer fährt mit einem sieben mal höheren Unfallrisiko als andere Verkehrsteilnehmer durch Berlins Straßen.
Mit ABS weniger Tote
"Die meisten Motorradfahrer können in einer Schrecksituation nicht richtig bremsen", sagt Kunath. In einer Studie des Intituts für Fahrzeugsicherheit in München wurde nachgewiesen, dass bei 65% aller Zusammenstöße zwischen Pkw und Motrrädern genügend Zeit bleibt um eine Bremsung einzuleiten. in 93 Prozent der Fälle wären die "Biker" bei einer stabilen Bremsung mit ABS nicht gestürzt. 
Die Mitarbeiter des Intituts fordern daher, dass Motorräder künftig möglichst serienmäßig mit ABS ausgerüstet werden und die –Biker" das richtige und sichere Bremsen in Aus- und Fortbildung lernen. Die Zahl der Verletzten und Getöteten könne so um zehn Prozent reduziert werden.
Achtung! Die Motorradsaison beginnt bereits
Der am Unfall beteiligte Motorradfahrer hatte Glück. Er wurde bei seinem Sturz  nur leicht verletzt.
Die Hauptsaison für Mottorradfahrer beginnt eigentlich im Mai, so .... der Pressesprecher der Polizei. in diesem Monat gibt es auch die meisten Unfälle." Allerdings, die ersten Biker "entmotten" ihre Maschinen schon ab dem ersten März, dann bieten die Versicherer die kostengünstigen Saisonverträge an."Die Autofahrer sind jetzt noch nicht auf die Biker eingestellt, sagt Michael Kunath, leidenschaftlicher Motorradfan aus dem Wedding. " und viele Biker sind mit ihren Maschinen, die mittlerweile Beschleunigungswerte eines Formel-eins Fahrzeuges erreichen,  nicht warm gefahren"
Matthias von Hoff