Erfolgsmodell Quartiersrat?

Die Lenkungsrunde "Soziale Stadtentwicklung", in der Staatssekretäre verschiedener Senatsabteilungen zusammenarbeiten, hat dem Senat eine neue Rahmenstrategie zur Sozialen Stadtentwicklung in Berlin empfohlen. Deren zentrales Element ist die Forderung, in möglichst vielen Bereichen stärker ressortüber-greifend und sozialraumbezogen vorzugehen. Das Quartiersmanagement wird an mehreren Stellen als positives Beispiel hervorgehoben, das Quartier als administrative Ebene unterhalb des Bezirks erwähnt. Dabei wird die Notwendigkeit erkannt, die lokale Entscheidungskompetenz der Bewohner und Einrichtungen zu nutzen. Deren aktive Einbeziehung wird als grundlegende Voraussetzung der Strategie eingefordert. In der Konsequenz bedeutet das, nicht nur in den Quartiersmanagementgebieten, sondern flächendeckend Bürgergremien wie den Quartiersrat aufzubauen. In drei Bezirken soll das Verfahren zunächst ausprobiert werden. (Foto: Quartiersratswahl im Soldiner Kiez, Oktober 2006)

Unterstützt wird diese Strategie auch vom neuen Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke (SPD). "Es wird angesichts der Haushaltslage von Berlin aber nicht einfach werden, sie umzusetzen", warnt er jedoch vor übertriebenen Erwartungen: "Das wird noch einige Zeit dauern." Als eine der ersten Maßnahmen nach seinem Amtsantritt hat Christian Hanke in seinem Ressort eine "Leitstelle Stadtteilmanagement" eingerichtet, zu der nicht nur die bisher mit dem Quartiersmanagement befasste Referentin Petra Patz-Drüke gehört, sondern auch die bisherigen Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes, die für das Quartiersmanagement zuständig sind. (Foto: Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke)

cs, Fotos: SK, SPD