Kulinarische Eskapaden

Freundliche Farben, ein frisch verlegter Fußboden und eine leckere Speisekarte lassen das Café Esscapade im Nachbarschaftshaus Prinzenallee 58 in neuem Glanz erstrahlen. Der Umbau aus Mitteln des Programms "Soziale Stadt" und eine Kooperation mit der Werkschule Berlin sichern den Weiterbetrieb des beliebten Kieztreffpunkts. Dass das Esscapade, das ein halbes Jahr geschlossen war, wieder geöffnet hat, muss sich erst noch herumsprechen. "Wir sind allerdings sehr froh, eine tragbare und zugleich soziale Lösung für eine Zusammenarbeit gefunden zu haben", so Petra Kindermann vom Verein Nachbarschaftshaus Prinzenallee 58 (VNP). (Foto: Der neue Gastraum)


die feinschmecker
Projektleiter Bernd Hanschke und Küchenchef Andreas Müller nennen ihre Crew der Werk-schule, die nun das Esscapade weiterführen wird, die fein-schmecker und geben mit ihrem Engagement jungen Menschen eine Möglichkeit, sich beruflich in der Gastronomie zu orientieren. "Genau genommen betreiben wir die Küche als Pächter und bieten neben unserem Hauptgeschäft, dem Kinderladen-Catering auf Biokost-Basis, einen preiswerten Mittagstisch an", so Müller. Täglich werden mehrere Kinder- und Schülerläden in der Umgebung mit einem gesunden und frisch gekochten Mittagessen beliefert. "Gerade in sozial schwachen Gesellschaftsschichten ist gesunde Ernährung ein wichtiges Thema", erklärt der junge Koch. "Viele Kinder in unserem Einzugsgebiet kennen von zuhause nur Fertiggerichte und Fastfood." (Foto: li. Küchenchef Andreas Müller, im Hintergrund re. Bernd Hanschke)
 

Herzlich Willkommen!
Das barrierefreie Café öffnet unter der Woche morgens um 10 Uhr mit einer kleinen Frühstückskarte. Von 12-15 Uhr gibt es Mittagessen mit einem täglich wechselnden Hauptgericht. Um den Genuss des gesunden Essens nicht zu beeinträchtigen, wird in dieser Zeit im Café nicht geraucht. Das günstige Angebot bietet für jeden Geldbeutel etwas. Am Wochenende können auch private Veranstaltungen wie Geburtstage und andere Familienfeiern gebucht werden. (Foto: Bernd Hanschke betreut die Gäste)
 
Ab 15 Uhr geht der Betrieb unter der Leitung des VNP weiter. Petra Kindermann ist es wichtig, dass das Café als offener Nachbarschafts-treff erhalten bleibt. Selbsthilfegruppen und Initiativen soll auch Raum geboten werden. "Jeder hat hier die Möglichkeit, seine Nachbarn zu treffen oder sich bei einer Tasse Kaffee eine Pause zu gönnen." Wochentags ist das Café bis 21 Uhr geöffnet, ein Besuch lohnt immer.


Sonya Kraus Fotos: SK