Mentoren für Jugendliche gesucht
Der junge Mann klopft schüchtern. Eine Frauenstimme ruft "Herein!". Zögernd betritt er den Raum, zupft an seiner Krawatte, seine Augen wandern unruhig an die Decke, auf den Boden. Bloß nicht die Frau anschauen! Der braune Anzug ist ihm sichtlich zu eng, und überhaupt ist das Teil ziemlich unbequem. Merkt man. Auch die Jugendlichen auf den Zuschauerrängen merken, dass da was nicht stimmt. Heute lernen sie, was man beim Vorstellungsgespräch auf keinen Fall tun sollte – und was super ankommt. Die Schauspieler des Prime Time Theaters spielen die Szenen vor. Oben beschrieben ein Bewerbungsgespräch bei der Personalchefin eines Kfz-Mechanikbetriebes. Was war schief an der Szene? Falsche Klamotten, klar doch. "Der hätte gleich im Blaumann kommen sollen!", ruft einer der Jugendlichen. Das vielleicht nicht gleich, aber ein Anzug sei hier übertrieben, erklärt Vinzenz Fengler.
Foto: Das nachgestellte Vorstellungsgespräch
Foto: Das nachgestellte Vorstellungsgespräch
Seit April arbeitet Fengler mit den sechs Jugendlichen in der Visionswerkstatt, ein Projekt, das Jugendlichen bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz eröffnen soll. Und so fing alles ganz am Anfang an: beim Berufswunsch, der Vision. Die wurde aufgemalt, oder die Jugendlichen ließen sich an ihren Wunscharbeitsplätzen fotografieren.
Der Weg zum Traumjob
Aber wie kommt man dahin, zum Traumjob? Auf großen Blättern malten die Jugendlichen ihren Weg auf, vom derzeitigen Standpunkt zum Ziel. Die Hindernisse auf ihrem Weg - Fengler nennt sie "Stolpersteine" - nämlich schlechte Noten, fehlende oder mangelhafte Bewerbungsunterlagen, kamen darin auch vor. Die Idee dahinter: Nur wenn man sich der Schwierigkeiten bewusst ist, kann man auch etwas dagegen tun. Was genau getan werden muss, haben die Jugendlichen in Form von Umgehungsstraßen auf das Blatt eingezeichnet.
Der Weg zum Traumjob
Aber wie kommt man dahin, zum Traumjob? Auf großen Blättern malten die Jugendlichen ihren Weg auf, vom derzeitigen Standpunkt zum Ziel. Die Hindernisse auf ihrem Weg - Fengler nennt sie "Stolpersteine" - nämlich schlechte Noten, fehlende oder mangelhafte Bewerbungsunterlagen, kamen darin auch vor. Die Idee dahinter: Nur wenn man sich der Schwierigkeiten bewusst ist, kann man auch etwas dagegen tun. Was genau getan werden muss, haben die Jugendlichen in Form von Umgehungsstraßen auf das Blatt eingezeichnet.
Hürde: Vorstellungsgespräch
Und dann, wenn die Hürden überwunden sind? Ja, dann kommt das Vorstellungsge-spräch, und man sitzt vor der Personalchefin. So weit waren wir schon. Also im Prime Time Theater: Der schlecht sitzende Anzug ist nicht das einzige Problem. Zappeln kommt auch nicht gut, lernen die Jugendlichen. Wer nervös ist, sollte lieber in einen Apfel als auf den Fingernägeln rumbeißen. Wann immer falsches Verhalten vorgespielt wird, sollen die Jugendlichen unterbrechen. Und das tun sie oft. Nur ganz selten kommt die Klappe mit der Aufschrift "Falsch" zum Einsatz, die Fengler für solche Fälle parat hält.
Mentoren gesucht
Ordentlich gewappnet, aber noch lange nicht ausreichend vorbereitet, werden die Jugendlichen Ende Juni aus dem Projekt verabschiedet. Die Visionswerkstatt ist ein LOS-Projekt (Lokales Kapital für Soziale Zwecke), dessen Förderung dann ausläuft. Damit die Jugendlichen nicht ganz allein auf sich gestellt sind, sucht die Visionswerkstatt jetzt Mentoren, das heißt ältere Menschen mit Berufs- und Lebenserfahrung, die den Jugendlichen beratend zur Seite stehen. Wer Interesse hat, eine Art Patenschaft für einen Jugendlichen zu übernehmen, melde sich bei Vinzenz Fengler unter 030-484 785 97.
Und dann, wenn die Hürden überwunden sind? Ja, dann kommt das Vorstellungsge-spräch, und man sitzt vor der Personalchefin. So weit waren wir schon. Also im Prime Time Theater: Der schlecht sitzende Anzug ist nicht das einzige Problem. Zappeln kommt auch nicht gut, lernen die Jugendlichen. Wer nervös ist, sollte lieber in einen Apfel als auf den Fingernägeln rumbeißen. Wann immer falsches Verhalten vorgespielt wird, sollen die Jugendlichen unterbrechen. Und das tun sie oft. Nur ganz selten kommt die Klappe mit der Aufschrift "Falsch" zum Einsatz, die Fengler für solche Fälle parat hält.
Mentoren gesucht
Ordentlich gewappnet, aber noch lange nicht ausreichend vorbereitet, werden die Jugendlichen Ende Juni aus dem Projekt verabschiedet. Die Visionswerkstatt ist ein LOS-Projekt (Lokales Kapital für Soziale Zwecke), dessen Förderung dann ausläuft. Damit die Jugendlichen nicht ganz allein auf sich gestellt sind, sucht die Visionswerkstatt jetzt Mentoren, das heißt ältere Menschen mit Berufs- und Lebenserfahrung, die den Jugendlichen beratend zur Seite stehen. Wer Interesse hat, eine Art Patenschaft für einen Jugendlichen zu übernehmen, melde sich bei Vinzenz Fengler unter 030-484 785 97.








