Montessori stützt den Kiez
Der Montessori-Zweig der Wilhelm-Hauff-Grundschule ist bei bildungsorientierten Familien sehr beliebt. Der reformpädagogische Schulzweig arbeitet mit jahrgangsübergreifenden Klassen. Jeweils drei Jahrgänge werden übergreifend unterrichtet, pädagogisches Hauptziel ist das "Lernen des Lernens", die Entwicklung von Selbständigkeit. Das stellt hohe Ansprüche an die Lehrer, die individuell auf den jeweiligen Leistungsstand der Schüler eingehen müssen und sich in Weiterbildungskursen für diese Aufgabe qualifizieren. (Foto: "Hilf' mir, es selbst zu tun" ist ein Grundsatz der Montessori-Pädagogik. Hier unterstützt eine Mutter ihr Kind beim Adventsbasteln in der Wilhelm-Hauff-Schule)
Rund 150 Schüler besuchen den Montessori-Zweig, etwa 25 pro Jahrgangsstufe. Davon haben etwa die Hälfte einen Migrationshintergrund, deutlich weniger als in den anderen Grundschulklassen im Kiez, aber immer noch etwa doppelt so viele wie im Durchschnitt Berlins. Der Lern-erfolg der Schüler lässt sich dennoch mit dem in Grundschulen bürgerlicher Stadtviertel vergleichen. "Wir geben hier ungefähr genauso viele Gymnasialempfehlungen wie Grundschulen in Prenzlauer Berg oder Alt-Mitte", erläutert die Schulleiterin Marichen Aden, "und haben die Erfahrung gemacht, dass diese auch Bestand haben. Es gibt keine Schüler, die wir für das Gymnasium empfohlen haben und die nach der Probezeit von dort wieder abgehen müssen. Einige Eltern klagen freilich darüber, dass ihre Kinder im Gymnasium wieder unselbständiger werden. Daran können wir aber leider nichts ändern." (Foto: Der Kontakt der Eltern untereinander wird gepflegt, hier beim Adventscafé)
Die Nachfrage nach Plätzen im Montessori-Zweig lag in den vergangenen Jahren stets höher als das vorhandene Angebot. Gespannt ist die Schulleiterin auf die Ergebnisse der Schulanmeldungen für das nächste Schuljahr. Durch die Zusammenlegung der Einschulbereiche aller drei Grundschulen im Soldiner Kiez konnten sich Anfang November erstmals auch Eltern von Schulanfängern aus anderen Bereichen im Kiez für den Montessori-Zweig entscheiden. "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass wir diesen Schulzweig erweitern können", meint Marichen Aden, "aber wir müssen zunächst einmal die Ergebnisse der Anmeldungen abwarten." (Foto: Schulleiterin Aden)
Für den Soldiner Kiez jedenfalls ist der Montessori-Zweig der Wilhelm-Hauff-Grundschule ein echter Segen. Er erleichtert bildungsorientierten Familien die Entscheidung, im Kiez zu bleiben oder gar in den Kiez zu ziehen, wenn ihre Kinder ins Einschulungsalter kommen. Weggezogen sind schließlich schon genug.
Für den Soldiner Kiez jedenfalls ist der Montessori-Zweig der Wilhelm-Hauff-Grundschule ein echter Segen. Er erleichtert bildungsorientierten Familien die Entscheidung, im Kiez zu bleiben oder gar in den Kiez zu ziehen, wenn ihre Kinder ins Einschulungsalter kommen. Weggezogen sind schließlich schon genug.








