Opferfest zum Jahreswechsel
Auf Silvester fällt in diesem Jahr eines der höchsten Feste der islamischen Welt. Das Opferfest wird nach dem islamischen Mondkalender gefeiert und wandert somit wie der Ramadan jedes Jahr um rund 10 Tage nach vorn. Am 31. Dezember ist es wieder soweit. Das Opferfest wird zum Gedenken an den Propheten Ibrahim (Abraham) begangen, der bereit war, seinen Sohn Ismail (Isaak) Gott zu opfern. Doch Allah gebot ihm Einhalt, und Ibrahim opferte daraufhin voll Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder. (Bild: Opfertier und die Kaaba in Mekka)
Ismail Cengiz lebt mit seiner Familie in der Koloniestraße. Die Familie hat es sich zum Brauch gemacht, auch ihre deutschen Nachbarn einzuladen. "Es ist ein Fest der Freude und Dankbarkeit", so der 38-jährige Facharbeiter, der in den achtziger Jahren nach Deutschland kam. "Wir sind zwar nicht sehr religiös, aber es ist eine alte Familientradition, die ich auch an meine Kinder weitergeben möchte." Insgesamt begehen 250.000 Muslime das Opferfest in Berlin. Für sie ist es eigentlich Pflicht, an diesem Tag ein Tier zu schlachten. Die Vorschrift, dass der Familienvater persönlich das Tier töten muss, ist in Deutschland aufgrund strenger Hygiene- und Berufsverordnungen jedoch verboten.
Hochsaison also für türkische Fleischereien zum Jahresende, die dafür sorgen, dass ihre Kunden Opfertiere im Sinne des islamischen Ritus erhalten. Umstritten ist dabei vor allem das Schächten (Ausbluten lassen) von Tieren ohne Betäubung. Im November entschied das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz, dass das im Grundgesetz verankerte Tierschutzrecht Ausnahmen für Religionsgemeinschaften vorsehe, wenn ihnen zwingende Glaubensvorschriften den Fleischgenuss von unter Betäubung geschächteten Tieren verbiete. Ein türkischer Metzger hatte geklagt, weil ihm von der zuständigen Behörde eine Ausnahmegenehmigung für das Schlachten von Rindern und Schafen ohne Betäubung verwehrt worden war. Der seit 25 Jahren in Deutschland lebende Kläger hatte sich auf religiöse Vorschriften berufen.
Auch Ismail Cengiz kauft das Fleisch zum Opferfest beim hiesigen Metzger. Wie dort geschächtet wird, weiß er allerdings nicht. Ob er zum Opferfest zusätzlich Geld in die Türkei schickt? "Ich nicht, aber viele meiner Kollegen machen das, weil gerade die Menschen in Anatolien sehr bedürftig sind."
Ismail Cengiz lebt mit seiner Familie in der Koloniestraße. Die Familie hat es sich zum Brauch gemacht, auch ihre deutschen Nachbarn einzuladen. "Es ist ein Fest der Freude und Dankbarkeit", so der 38-jährige Facharbeiter, der in den achtziger Jahren nach Deutschland kam. "Wir sind zwar nicht sehr religiös, aber es ist eine alte Familientradition, die ich auch an meine Kinder weitergeben möchte." Insgesamt begehen 250.000 Muslime das Opferfest in Berlin. Für sie ist es eigentlich Pflicht, an diesem Tag ein Tier zu schlachten. Die Vorschrift, dass der Familienvater persönlich das Tier töten muss, ist in Deutschland aufgrund strenger Hygiene- und Berufsverordnungen jedoch verboten.
Hochsaison also für türkische Fleischereien zum Jahresende, die dafür sorgen, dass ihre Kunden Opfertiere im Sinne des islamischen Ritus erhalten. Umstritten ist dabei vor allem das Schächten (Ausbluten lassen) von Tieren ohne Betäubung. Im November entschied das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz, dass das im Grundgesetz verankerte Tierschutzrecht Ausnahmen für Religionsgemeinschaften vorsehe, wenn ihnen zwingende Glaubensvorschriften den Fleischgenuss von unter Betäubung geschächteten Tieren verbiete. Ein türkischer Metzger hatte geklagt, weil ihm von der zuständigen Behörde eine Ausnahmegenehmigung für das Schlachten von Rindern und Schafen ohne Betäubung verwehrt worden war. Der seit 25 Jahren in Deutschland lebende Kläger hatte sich auf religiöse Vorschriften berufen.
Auch Ismail Cengiz kauft das Fleisch zum Opferfest beim hiesigen Metzger. Wie dort geschächtet wird, weiß er allerdings nicht. Ob er zum Opferfest zusätzlich Geld in die Türkei schickt? "Ich nicht, aber viele meiner Kollegen machen das, weil gerade die Menschen in Anatolien sehr bedürftig sind."






