Reisetipp Türkei

Mehmet Özkan (Foto), Geschäftsführer der Kaplan Chickendöner-Produktions GmbH in der Soldiner Straße, über das Dönergeschäft im Sommer und seinen Heimatort Bahadin in Anatolien
 
Ist das kühle Wetter in Berlin gut für Ihr Geschäft?
Wenn es im Sommer kühler ist, essen die Leute mehr Döner. Deshalb hat das durchwachsene Wetter für mich zwei Seiten.
 
Was machen Sie im Urlaub?
Ich fahre mit meiner Familie in meinen Heimatort Bahadin in der Türkei. Dort gibt es am 24. und 25. Juli ein großes Kulturfest. Das Fest findet nun nach sieben Jahren Pause wieder statt und wir rechnen mit mehreren Tausend Besuchern aus der Türkei und dem Ausland.
 
Sie sind auch im Bahadin Solidaritätsverein aktiv. Unterstützten Sie das Fest?
Wir haben gerade unsere Vereinsräume in der Biesentaler Straße 23 renoviert. Schwerpunkt des Vereins ist die Arbeit hier in Berlin. Aber es hat uns gefreut, dass der neue Bürgermeister von Bahadin uns gefragt hat, ob wir uns an der Vorbereitung des Festes beteiligen. So haben wir Ideen und Geld eingebracht. Menschen aus Bahadin sind nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen deutschen Städten und in Holland. Auch die beteiligen sich an dem Fest.
 
Ist das Fest denn nur etwas für Leute aus Bahadin?
Das Fest ist für alle offen. Wer kein türkisch kann und deshalb die Schriftsteller und Dichter nicht versteht, wird sich auf jeden Fall an dem Musikprogramm erfreuen können und andere Leute kennenlernen können. Das Ganze findet in der sehr beeindruckenden Landschaft Anatoliens statt.
 
Das klingt fast, als seien Sie für die Tourismuswerbung von Bahadin tätig.
Mein Job hier in der Soldiner Straße lastet mich voll aus. Einen zweiten Job strebe ich nicht an, aber das Kulturfest in Bahadin ist mein persönlicher Reisetipp in diesem Sommer, trotz der großen Entfernung vom Soldiner Kiez.
 
Das Gespräch führte Reinhard Fischer, Quartiersmanager.

rf Foto: Matthias v. Hoff