Richtungsweisende Zukunftswerkstatt im Glaskasten
Am Donnerstag und Freitag, den 30./31. März kam eine bunte Mischung lokaler Akteure im Ballsaal Glaskasten zusammen, um sich im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Gedanken zum Thema "Lern- und Arbeitswelt im Quartier" zu machen. An beiden Tagen kamen etwa vierzig Teilnehmer zu der von Zukunft Bauen e.V. initiierten Veranstaltung, um neue Möglichkeiten in der Entwicklung von Lösungsansätzen auszuloten. Denn auch weiterhin bleibt die Ausbildungs- und Beschäftigungssituation in der Berliner Mitte unsicher. Wie können die Möglichkeiten und Perspektiven der Betroffenen durch eine verstärkte Kooperation und Vernetzung der in diesem Bereich tätigen Akteure verbessert werden? (Foto: Einstiegsrunde, Sammlung der Visionen)
In den für eine Zukunftswerkstatt typischen drei Phasen wurde an konkreten Themen gearbeitet. In einer kritischen Bestandsaufnahme tauschten die Teilnehmer umfangreich gemachte Erfahrungen und Ansichten aus. Häufig genannt wurden hierbei fehlende Perspektiven für Jugendliche, schwierige soziale Verhältnisse, eine restriktive Bürokratie, mangelnde Eigeninitiative, zu wenig individuelle Förderung und zu wenig lokal angesiedelte Niedriglohnarbeit. Die gesammelten Stichpunkte bildeten eine Grundlage für die zweite Phase am Freitagmorgen. (Foto: Unternehmensberaterin Brigitte Lüdecke stellt die Ergebnisse ihrer AG vor)
Nun waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Wie soll Beschäftigung und Arbeit aussehen? Ganz ohne Grenzen, finanzielle Hürden und festgezurrte politische Rahmenbedingungen? Welche Rolle soll die Schule in Zukunft spielen? Und wie sollen Lehrkräfte für ihre komplexen Aufgaben qualifiziert werden? So manche träumten von der Abschaffung des Vormittagsfernsehens, das zu Passivität und Langeweile führt. Oder aber von frühzeitiger Berufsorientierungsarbeit schon im Kindergarten und generell bezahlter gemeinnütziger Arbeit. (Foto: Erfahrungsaustausch und Gruppenarbeit standen im Mittelpunkt)
Aus den entstandenen Phantasien und Wünsche wurden abschließend in der Realisierungsphase konkrete Projektideen formuliert, die von den Teilnehmern in Eigenregie weitergeführt werden können.
Aus den entstandenen Phantasien und Wünsche wurden abschließend in der Realisierungsphase konkrete Projektideen formuliert, die von den Teilnehmern in Eigenregie weitergeführt werden können.
Der Veranstalter Zukunft Bauen e.V. war mit dem Verlauf der Zukunftswerkstatt insgesamt sehr zufrieden. "Schade nur, dass es wenige Teilnehmer von Seiten der Verwaltung gab," so Lukas Born. Insgesamt wünscht er sich im Bereich Beschäftigung und Qualifizierung mehr Kontinuität – ein Kritikpunkt, der auch während der Veranstaltung immer wieder genannt wurde – und hofft, dass diese Zukunftswerkstatt dafür vielleicht einen Anfang darstellt. "Wir werden zeitnah die Ergebnisse der Werkstatt zusammenfassen und zur weiteren Diskussion und Evaluation einladen," so Born. (Foto: Frau Malzan vom Jobcenter Mitte präsentiert die Ergebnisse ihrer AG)









