"Tour de Panke" im Wedding II

Unter dem Motto "sichere Wege im Kiez - grüne Wege am Fluss" wurde am 31. August die Verkehrsberuhigung und die Umgestaltung des Pankegrünzugs im Soldiner Kiez eingeweiht. Anstelle der erkrankten Stadträtin für Stadtentwicklung, Dorothee Dubrau (Grüne), durchschnitt eine Bewohnerin des Seniorendomizils gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Soldiner Kiez-Vereins das rote Band. Dann ging es mit Fahrrädern von Station zu Station - bis ins Quartiersgebiet Pankstraße, wo auf Höhe der Gerichtsstraße ein weiteres Teilstück des Pankegrünzugs eröffnet wurde.
 

Sicherheit für Fußgänger
Als Auftakt erläuterte Lukas Born die Verkehrsberuhigung, deren Grundlagen ab 2001 mit Anwohnern in einer Verkehrs-AG erarbeitet wurden. Das fußgängerfreundliche Verkehrskonzept ist aufgegangen. Im Bereich der Spielstraße in der Koloniestraße wurde gerade für Kinder aufgrund von niedrigeren Geschwindigkeiten das Überqueren und vor allem das Spielen sicherer. Aber auch die neuen Mittelinseln wie die der Drontheimer Straße und der Soldiner Brücke bieten mehr Sicherheit für Fußgänger. Gebaut wurde von 2003 bis 2006.


Durchgehende Verbindung
Die Panke verbindet über die Walter-Nicklitz-Promenade Teile von Wedding und Pankow miteinander ebenso wie das Zentrum mit dem Umland. Bisher gab es auf Höhe der Gerichtstraße keine Möglichkeit, direkt an der Panke zu spazieren. Dies ist nun durch einen neu geschaffenen Durchgang (Foto oben) sowie eine Brücke (Foto unten) möglich. Kritisch äußerte sich Benno Koch, Landesvorsitzender des ADFC, der fehlende Übergänge an Bad- und Pankstraße bemängelte.
 

Grüne Lunge des Quartiers
Der Pankegrünzug stellt das grüne Band im Zentrum des Quartiersmanagementgebietes Soldiner Straße dar. Er dient sowohl der Erholung als auch der Freizeitnutzung durch Kinder und Jugendliche. Diese besondere Qualität des Panke-Grünzuges als übergeordnete Grünverbindung und innerstädtischer Landschafts- und Erholungsraum ist durch die Aufwertungsmaßnahmen hervorgehoben und nutzbar gemacht worden.


Mehr Ruhe 
Die Anwohner, insbesondere Kinder und ältere Menschen, haben den öffentlichen Raum ein Stück weit zurückerhalten. Zusätzlich werden Schleichverkehre aus dem Kiez ferngehalten und das Fahrtempo der Autos, das heißt damit auch die Lärmbelästigung, deutlich reduziert, was die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Gebiet verbessert.

Die Maßnahmen wurden über das Programm Soziale Stadt finanziert. Die neuen Wege ermöglichen schöne Spazier- und Durchgänge fernab des Straßenverkehrs, und die Spiel- und Grünflächen bieten erholsame und abwechslungsreiche Aufenthaltsmöglichkeiten.
 
Hier finden Sie das Programm der Eröffnung.

nibo (Fotos: QM)