Warum stellen Sie anderen Leuten Fragen, Frau Kraus?

Wie heißen Sie?
Ich heiße Sonya Kraus. Kennt ihr die TV-Moderatorin? Die hat den gleichen Namen wie ich.
 
Wie alt sind Sie?
Ich bin 35 Jahre alt.
 
Sind Sie verheiratet?
Nein, bin ich nicht. (Foto: li. Sonya Kraus, re. im Hintergrund Kinderreporterin Cindy)
 
Haben Sie Kinder?
Ja, ich habe eine Tochter.
 
Wie waren Sie als Kind?
Ich war eine ganz Wilde. Ich habe immer ganz viel Unsinn gemacht.
 
Welchen zum Beispiel?
Ich habe meine Lehrer geärgert und bin auch mal von zu Hause weggelaufen. Allerdings nur ganz kurz, für einen Nachmittag. Und dann habe ich versucht mich im Park zu verstecken, aber meine Mama wusste, wo ich am liebsten spiele. Und dann hat sie mich doch wieder gefunden.
 
Können Sie auch andere Sprachen?
Ich spreche ein paar Sprachen, ja.
 
Welche?
Na, meine Muttersprache ist schwedisch. Ich komme eigentlich aus Finnland und in Finnland spricht man schwedisch und finnisch. Und mein Papa war Deutscher. Das heißt, ich spreche deutsch, schwedisch, finnisch, englisch und ein bißchen französisch.

Wo arbeiten Sie?
Ich arbeite im Quartiersmanagement Soldiner Straße in der Kiezredaktion.

Seit wann arbeiten Sie hier?
Seit drei Wochen.
 
Kennen Sie sich mit Pressearbeit aus?
Ja, ich bin schon ganz lange Journalistin. (Foto: li. im Hintergrund Kinderreporterin Aysche, re. Sonya Kraus)
 
Mit wem arbeiten Sie zusammen?
Mit den Menschen, die hier in dem Quartier wohnen oder zum Beispiel mit denen, die hier ein Geschäft haben.
 
Wer ist Ihr Chef?
Mein Chef ist Nicola Boelter im Quartiersmanagement und die ist toll.
 
Wann und wie lange arbeiten Sie?
Ich arbeite in der Regel drei Tage die Woche, meistens Montag, Dienstag und Mittwoch. Und dann komme ich so um zehn Uhr und bleibe bis sechs oder sieben Uhr abends.
 
Warum stellen Sie anderen Leuten Fragen?
(lacht) Weil ich unglaublich neugierig bin.
 
Was gefällt ihnen an Ihrem Job?
Dass ich so viele Menschen kennenlernen kann und dass die mir eigentlich auf fast alle Fragen eine Antwort geben.
 
Und was gefällt Ihnen nicht?
Manchmal der Stress. Man muss manchmal ganz viel an einem Tag machen, was man eigentlich gar nicht schaffen kann. Also man muss ganz schnell schreiben, fragen stellen und ganz viel telefonieren. Und dann ist der Tag schon wieder vorbei.
 
Wollten Sie schon immer Webredakteurin werden?
Webredakteurin speziell vielleicht nicht. Aber ich wollte schon immer Journalistin werden. Als ich nämlich auch so klein war wie ihr, da habe ich Kinderfernsehen gemacht.
 
Was wollen Sie noch werden?
Alt und weise.
 
Wer ist Ihr Vorbild?
Im Schreiben ist es ein Schriftsteller, der heißt Kurt Tucholsky und beim Fotografieren ist es ein Fotograf, der heißt James Nachtway.
 



Das Interview führten Aysche, Cindy, Alexandra und AngelicaFotos: Emma Künstler