Zwischen Montage und Interpretation
Marlene Jachmann zum Wandbild
"Bäume sind Träger meiner Bildideen. Die Räume, die sich zwischen ihren Ästen ergeben, führten mich zu einer differenzierten Sichtweise des Realen. Ein Baum, aus dessen Ästen und Verzweigungen Umrisse wachsen, die Einblicke in verschiedene Arbeiten behinderter Künstler geben. Eine fragmentarische Bildverteilung der einzelnen Arbeiten soll in den Formen eines Baumes zu einer Einheit zusammengefügt, das Verwachsen einzelner Fragmente durch das Gerüst des Baumes gezeigt werden. Die künstlerischen Details der Kunstwerke von den Künstlern der Kunstwerkstatt Mosaik erstrecken sich über einen Großteil der Fassade. Aus den völlig verschiedenen, fast inkompatiblen Mal- und Zeichenstilen der Künstler entstand eine stimmige Komposition. Inspiriert von den Arbeiten der Kunstwerkstatt erarbeiteten die Lehrer mit den Schülern der Wilhelm-Hauff-Grundschule Motive für das untere Drittel der Fassade. Ausgehend vom Bild des Baumes eröffnen sich Lebensbereiche der Erde und des Wassers."
"Bäume sind Träger meiner Bildideen. Die Räume, die sich zwischen ihren Ästen ergeben, führten mich zu einer differenzierten Sichtweise des Realen. Ein Baum, aus dessen Ästen und Verzweigungen Umrisse wachsen, die Einblicke in verschiedene Arbeiten behinderter Künstler geben. Eine fragmentarische Bildverteilung der einzelnen Arbeiten soll in den Formen eines Baumes zu einer Einheit zusammengefügt, das Verwachsen einzelner Fragmente durch das Gerüst des Baumes gezeigt werden. Die künstlerischen Details der Kunstwerke von den Künstlern der Kunstwerkstatt Mosaik erstrecken sich über einen Großteil der Fassade. Aus den völlig verschiedenen, fast inkompatiblen Mal- und Zeichenstilen der Künstler entstand eine stimmige Komposition. Inspiriert von den Arbeiten der Kunstwerkstatt erarbeiteten die Lehrer mit den Schülern der Wilhelm-Hauff-Grundschule Motive für das untere Drittel der Fassade. Ausgehend vom Bild des Baumes eröffnen sich Lebensbereiche der Erde und des Wassers."
Zwischen Montage und Interpretation
Eine Reihe von Hieroglyphen zieht sich über das Wandbild des Hauses Prinzenallee 60. Die Zeichen des Weddinger Künstlers Adolf Beutler sind nicht als Lettern welcher Schrift auch immer erkennbar.Die Malerin Marlene Jachmann hat Beutlers Buchstaben mit vielen Versatzstücken anderer Künstler seit 2003 zu einem Wandbild montiert. Eines haben diese Künstler gemeinsam: Sie kommen aus der Kunstwerkstatt MOSAIK/WfB in Spandau in dem Behinderte seit zehn Jahren in festen Arbeitsverhältnissen tätig sind – in der Kulturszene längst mit einem eigenen Stellenwert. "Menschen, die sich mit sehr unterschiedlicher Wahrnehmung ihrer Umwelt, mit unterschiedlichen Strategien, Räume erobern, in denen sie über ihre Grenzen hinauswachsen", so Marlene Jachmann. (Foto: Marlene Jachmann)
Eine Reihe von Hieroglyphen zieht sich über das Wandbild des Hauses Prinzenallee 60. Die Zeichen des Weddinger Künstlers Adolf Beutler sind nicht als Lettern welcher Schrift auch immer erkennbar.Die Malerin Marlene Jachmann hat Beutlers Buchstaben mit vielen Versatzstücken anderer Künstler seit 2003 zu einem Wandbild montiert. Eines haben diese Künstler gemeinsam: Sie kommen aus der Kunstwerkstatt MOSAIK/WfB in Spandau in dem Behinderte seit zehn Jahren in festen Arbeitsverhältnissen tätig sind – in der Kulturszene längst mit einem eigenen Stellenwert. "Menschen, die sich mit sehr unterschiedlicher Wahrnehmung ihrer Umwelt, mit unterschiedlichen Strategien, Räume erobern, in denen sie über ihre Grenzen hinauswachsen", so Marlene Jachmann. (Foto: Marlene Jachmann)
Das Konzept, die Brandmauer in der Prinzenallee mit solch einer Gestaltung zu bemalen, stieß auch bei den Kunsterziehungslehrern der benachbarten Wilhelm-Hauff-Grundschule auf reges Interesse. Und bei den Schülern: Mit der Vorgabe "Die Lebensbereiche der Erde und des Wassers" lieferten die Kinder unterschiedlichste und teils großformatige Motive. "Ein Sammelsurium von Wurzeln, Kröten, Fischen, Schnecken – sogar Wasserflöhe waren dabei!", erzählt die Künstlerin heute.
Seit der Soldiner Kiezkonferenz im Herbst 2003 arbeitet Marlene Jachmann an der Montage der einzelnen Motive und deren künstlerischer Umsetzung. Neben Muskelkater und körperlicher Erschöpfung – "das ist das größte Bild, das ich je gemalt habe" – kamen auch die ersten Reaktionen des Publikums auf die großformatige Mischung aus Figürlichkeit und Abstraktion. Beim Signieren des Bildes wurde Marlene Jachmann von einem Schüler der Wilhelm-Hauff-Grundschule angesprochen: "Mein Freund findet es Scheiße, aber ich muss Dir sagen, mir gefällts."
Förderer und Unterstützer
Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Programms Soziale Stadt mit Unterstützung der Kunstwerkstatt MOSAIK/WfB und der GESOBAU.
Seit der Soldiner Kiezkonferenz im Herbst 2003 arbeitet Marlene Jachmann an der Montage der einzelnen Motive und deren künstlerischer Umsetzung. Neben Muskelkater und körperlicher Erschöpfung – "das ist das größte Bild, das ich je gemalt habe" – kamen auch die ersten Reaktionen des Publikums auf die großformatige Mischung aus Figürlichkeit und Abstraktion. Beim Signieren des Bildes wurde Marlene Jachmann von einem Schüler der Wilhelm-Hauff-Grundschule angesprochen: "Mein Freund findet es Scheiße, aber ich muss Dir sagen, mir gefällts."
Förderer und Unterstützer
Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Programms Soziale Stadt mit Unterstützung der Kunstwerkstatt MOSAIK/WfB und der GESOBAU.







