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HIPPY & OPSTAPJE
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Das Tandemprojekt zur Elternbildung und Steigerung der Erziehungskompetenz (TAzE) der Arbeiterwohlfahrt Berlin-Mitte e.V. (AWO) startet in diesen Wochen auch im Soldiner Kiez. Selcuk Saydam von der Haci Bayram Moschee freut sich, mit der AWO, dem Bezirksamt MItte und dem Quartiersmanagement Soldiner Straße Partner gefunden zu haben, um "Probleme zu lösen, die wir hier allein nicht lösen können". Das Modul HIPPY (Home Instruction für Parents of Preschool Youngsters) richtet sich an sozial benachteiligte Migrantenfamilien, die Kinder im Alter von 4-6 Jahren haben. Mütter üben zusammen mit ihren Kindern spielerisch etwa 20 Minuten täglich - hierfür sind einfache Arbeitsmaterialien entwickelt worden, die neben dem Lernen auch die deutsche Sprache fördern. Es gibt die Materialien auch in türkisch. Für die Arbeit mit den Familien werden Hausbesucherinnen angeleitet und geschult, die aus demselben Kulturkreis wie die Mütter kommen. OPSTAPJE, ein präventives Lern- und Spielprogramm für Kleinkinder aus sozial benachteiligten Familien und ihre Eltern, richtet sich an Familien, deren Kinder ein Alter zwischen 18-24 Monaten haben. Gefördert wird die Entwicklung von Kleinkindern, auch hier finden Hausbesuche und Gruppentreffen statt, die den Austausch ermöglichen. Besonders wichtig und dem Projekt in allen Belangen innewohnend sei "der wertschätzende Umgang mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Räumen", so AWO-Mitarbeiter Manfred Nowak. "Die Mütter sind sehr interessiert", so Selcuk Saydam. "Die Väter müssen umdenken, das ist ein langer Prozess, das geht nicht von heute auf morgen." In der bereits gegründeten Vätergruppe sind aktuell fünf Väter, hier, so Leiter Dotterbusch, geht es darum, die Väter selbst ihre ZIele formulieren zu lassen. Was ist das Ideal innerhalb der Familie, in der Beziehung zum Kind? Wie ist der aktuelle Stand, welche Möglichkeiten gibt es, sich dem Ideal zu nähern? AWO-Mitarbeiterin Barbara Förster, die das Projekt koordiniert, betont die Verbesserung der Chancen auf einen erfolgreichen Schulbesuch dank HIPPY. Mit einem "bildungsfreundlichen Klima in den Familien", das auch das Kommunikationsverhalten innerhalb der Familien ändere, sei es möglich, die soziale Ausgrenzung zu minimieren. "Wir sind von den Hinterhöfen in die Mitte der Gesellschaft gelangt," so Selcuk Saydam bezogen auf die Örtlichkeiten der Moscheen in Deutschland. Einen Weg für die Menschen haben AWO und Haci Bayram nun zusammen eingeschlagen. Bezirksbürgermeister Dr. Hanke begrüßte die Öffnung der Moschee gegenüber dem Stadtteil und betonte, dass Integration "gleichberechtigte Teilhabe" sei, die durch dieses Projekt gefördert würde. Der Aufbau eines Sprachförderzentrums auf Bezirksebene soll diese Bemühungen unterstützen. Das Projekt ist bis Ende 2011 durch das Quartiersmanagement Soldiner Straße finanziert. Schon im Frühjahr möchten AWO und Haci Bayram einladen, sich über die ersten Erfahrungen auszutauschen.
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Stand: 25.11.2009 Autor: mg. / Bild Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke & Selcuk Saydam, Haci Bayram Moschee, Fotograf: Menderes Singin
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